Sweeney Todd

Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
Musical Thriller in zwei Akten von Stephen Sondheim
Musik und Gesangstexte von Stephen Sondheim
Buch von Hugh Callingham Wheeler nach einer Adaption von Christopher Bond
Deutsch von Marcus Weber

Gary Martin, Marianne Larsen


Musikalische Leitung Andreas Kowalewitz / Liviu Petcu

Regie Christian von Götz

Bühne und Kostüme Karin Fritz

Choreographie Hans Henning Paar

Dramaturgie Sonja Westerbeck

Ein Besuch beim Barbier ist immer Vertrauenssache – und bei Sweeney Todd in der Londoner Fleet Street nicht nur in ästhetischer, sondern auch in existenzieller Hinsicht.
Barbier Benjamin Barker, glücklich verheiratet, gerät in die Mühlen des Gesetzes. Richter Turpin schafft es, ihn in der australischen Verbannung verschwinden zu lassen und sich an seine Frau und seine Tochter heranzumachen. Unter dem Namen Sweeney Todd kehrt Barker nach fünfzehn Jahren zurück, eröffnet seinen Friseur-Salon wieder und beginnt einen makabren Rachefeldzug – anfangs eher versehentlich: Aus Notwehr schneidet er dem fahrenden Scharlatan Pirelli mit dem Rasiermesser die Kehle durch. Weitere Opfer sollen den Weg in den Salon finden. Auch der verhasste Richter Turpin wird in den Friseursalon gelockt. Doch Todd wird bei der Arbeit gestört … Von da an richtet sich der Zorn des Barbiers gegen alle Menschen – ob arm oder reich, ob groß oder klein. Die neue Frau an Todds Seite ist praktisch veranlagt: Fleisch für Pasteten ist teuer und die Leichen müssen weggeschafft werden … Die Pastetenbäckerei von Mrs. Lovett erfährt einen ungeheuren Aufschwung, seit sie sich mit Sweeney Todd zusammengetan hat!

Stephen Sondheim bezeichnet sein Werk selbst als tiefschwarze Operette. Das makabre Musical ist trotz seines blutigen Themas seit Ende der 1970er Jahre ein großer Broadwayerfolg. Jüngst wurde der Stoff von Tim Burton verfilmt. Die bizarre Brutalität steht einer skurril-dämonischen Komik gegenüber. Die Musik reicht von chorischem Bänkelsang und verzerrten Anleihen an die katholische Liturgie über raffinierte Klangeffekte bis hin zu glutvollen Balladen.