Death in Venice (Tod in Venedig)

Oper in zwei Akten von Benjamin Britten
Libretto von Myfanwy Piper nach einer Novelle von Thomas Mann

Death in Venice  Hans Jürgen Schöpflin, Anton Bolvashenkov


Musikalische Leitung David Stahl

Regie Immo Karaman

Bühnenbild Kaspar Zwimpfer

Kostüme Nicola Reichert

Choreographie Fabian Posca

Dramaturgie Sonja Westerbeck

Ausgezeichnet mit dem STERN DES JAHRES 2009 der Abendzeitung

 

Auf seinem Spaziergang durch München erfasst den in einer Schaffenskrise steckenden Schriftsteller Gustav von Aschenbach Sehnsucht nach Veränderung.
Er reist nach Venedig. Bei seiner Ankunft sind Meer und Himmel grau, die Luft stickig. Doch dann weckt der Sohn einer polnischen Familie seine Aufmerksamkeit. Schönheit und kindliche Anmut faszinieren den Schriftsteller. Schicksalhaft wird Aschenbachs bereits geplante Abreise verhindert, erneut begegnet er dem Knaben Tadzio. Mit liebendem Blick glaubt Aschenbach immer mehr, in Tadzio eine Vollkommenheit zu erkennen, um die er als Schriftsteller bislang vergeblich gerungen hat.
Als die Lagunenstadt, von der Cholera verseucht, für alle Bewohner zum Ort des Sterbens und der Verwesung wird, steigert sich Aschenbach rauschhaft in die Zuneigung zu dem Knaben. Euphorisiert folgt er der Familie durch die Straßen Venedigs. Doch alle flüchten vor der Seuche, die allgemeine Ordnung löst sich auf. Ein letztes Mal zieht es Aschenbach zu dem Jungen an den Strand …

Das Libretto Myfanwy Pipers orientiert sich im äußeren Handlungsablauf eng an der gleichnamigen Novelle Thomas Manns. Brittens letzte Oper ist nicht nur eine Vertonung der literarischen Vorlage, sondern zugleich eine Parabel auf schöpferische Vorgänge zwischen apollinischem und dionysischem Prinzip, zwischen geistiger Kreativität und sinnlichem Rausch. Britten formuliert mit einfachen, rhythmisch freien Rezitativen, komplexen Ensemblesätzen und klarer Tonalität eine Welt, die über weite Strecken ein nach innen gerichteter Monolog Aschenbachs ist. Mit unerbittlicher Konzentration führt dessen zunehmende Besessenheit in eine dramatische Tiefgründigkeit.
Dem Werk ist eine enge Verzahnung von Regie und Choreografie eigen, um jene Transzendenz zu schaffen, die Aschenbachs Erlebniskosmos ausmacht.

 

Ausgezeichnet mit dem Stern der Woche der Abendzeitung

Ausgezeichnet mit der Rose der Woche der tz



Hinweis
Literaturspaziergang DEATH IN VENICE

Für interessierte Besucher werden zu dieser Inszenierung erweiterte Stückeinführungen in Form eines literarischen Stadtspaziergangs durch München auf den Spuren Thomas Manns und seines literarischen Helden Gustav von Aschenbach angeboten.
Details und Termine