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INDIVISUALISMUS




Mit Betty Mü, Alice Strunkmann Meister, Hiltmeyer.Inc, Sabine BB König, Raphael Kurig
Kuratiert von Betty Mü

Vernissage:
Donnerstag, 6. Juni, 19 bis 24 Uhr
GALERIE DER KÜNSTLER, Maximilianstraße 42, 80538 München, www.bbk-muc-obb.de

Begrüßung: Klaus von Gaffron, Vorsitzender Berufsverband Bildender Künstler München und Obb. e. V.

Ausstellungsdauer: 7. bis 9. Juni 2013
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr

Die Ausstellung

»INDIVISUALISMUS – pixel rock & optik shock«, kuratiert von Betty Mü, versammelt zahlreiche Positionen aus dem Feld der Videokunst. Die gezeigten Werke brechen jedoch radikal mit der Zweidimensionalität der klassischen Projektion: Bewegte Bilder verschmelzen mit Oberflächen sowie Objekten und erzeugen neue Räume. Auch die Galerie der Künstler wird um eine räumliche Dimension erweitert: Die Arbeit »Infinity-Projektion» schafft beispielsweise die Illusion eines unendlichen Ausstellungsraums. Etwas Irritierendes, Surreales, beinah Magisches haftet dieser wie den anderen Arbeiten der Ausstellung an. Sie erschüttern die Wahrnehmung und erweitern die Vorstellungskraft. Die zu einem großen Teil partizipativen Arbeiten integrieren außerdem die Körper der Betrachter sowie ihre Bewegungen. Der Rezipient wird zum integralen Bestandteil der Videoinstallationen und kann Einfluss auf Ihre Formen und Dynamiken nehmen.

In der Arbeit »Wings« der Künstlerin Betty Mü, die sie in Kooperation mit Dorian Agu und Kray-C realisierte, steht der Betrachter seinem eigenen Spiegelbild gegenüber. Diesem sind zwei leuchtende Flügel als Verlängerung des eigenen Körpers gewachsen. Die Flügel, die auf Bewegungen reagieren, verweisen auf Vorstellungen des Himmlischen sowie des Erhabenen und der Körper des Betrachters tritt in die fantastische Welt engelsgleicher Wesen ein. Dem Engelsgleichen steht in der Ausstellung ein teuflisches Wesen gegenüber: Die Gemeinschaftsarbeit von Betty Mü und Anja Frers zeigt nur auf den ersten Blick eine Fotografie von einer alten Dame mit Teufelshörnern. Die scheinbar gefangene, vergangene Zeit der Fotografie wird durch die Bewegung der Augen gestört, die der Figur auf irritierende, beinah unheimliche Weise, Leben einzuhauchen scheint. In einer weiteren Arbeit zeigt sie die Verschmelzung einer realen Fotografie von Tommi Hallmann (artig, München) mit Video.

Die Installation »Videotonister« des Videokünstlers Raphael Kurig (Raphik) und des Audioproduzenten Hutenberger (Tongut) erklärt im Rahmen ihrer Installation den Rezipienten zum Initiator des audiovisuellen Geschehens. Durch eine berührungsempfindliche Oberfläche kann dieser synchron verschiedene Video- und Audioelemente steuern und sie zu einer Collage zusammenführen. Der Arbeit wird so durch den »Benutzer« eine immer neue Form und individuelle Dynamik verliehen.

Hier gehts zur Pressemitteilung.